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Songs from the second Floor Der schwedische Regisseur Roy Andersson ist in seinem Heimatland und darüber hinaus ein gefeierter und mit internationalen Preisen überhäufter Gestalter glamouröser Werbefilme. Dreht er allerdings einen abendfüllenden Kinofilm dann könnte man ihn für eine skandinavische Variante von Thomas Bernhard halten. In seiner mehr als harschen und unverhohlenen Kritik an seiner schwedischen Heimat, klingt die unverbrüchliche Liebe durch, mit der er an ihr hängt. Er mischt kleine Tragödien und Tragikomödien und erzählt sie mit teilweise grimmigem Sarkasmus und überrascht durch eine seltsam anmutende Bildsprache. Nichts
Bereuen
Benjamin Quabeck ist ein sehr junger deutscher Regisseur, Absolvent einer Film-Akademie, der mit seinem Film „Nichts bereuen“ ein Portrait seiner Generation versucht hat. Sehr weit ist er über diesen Versuch nicht hinaus gekommen. Aber ein beachtlicher Versuch ist es allemal und es besteht der Anfangsverdacht, dass man von ihm einmal Besseres zu sehen bekommt als dieses Debut. Swimmingpool
– Der Tod feiert mit
Wenn der Stress nach geschaffter Matura endlich von den wissens-gemarterten Schülern abfällt, kann es schon einmal vorkommen, dass sie über die Stränge schlagen und ihre Feier an einen Platz verlegen, der dafür eigentlich nicht vorgesehen ist. In diesem Film des deutschen Regisseurs Boris von Sychowski wird diese Fete im größten Erlebnis-Bad der tschechischen Hauptstadt Prag gefeiert. Aber wie der Untertitel verrät, feiert der Tod auch mit und so geht´s unter den Teilnehmern zu wie bei den zehn kleinen Negerlein. Einer nach dem anderen macht den Abgang ins Jenseits. Und das Graussame an dieser Serie: Der Mörder muß einer der Ihren sein... Vengo
Film der Woche ! Regisseur Tony Gatlif öffnet den Blick für eine Gegend Europas, deren Mentalität uns Mittel-Europäern eher fremd ist. Die geschilderten Sitten und Gebräuche in Andalusien befremden uns so wie die musikalischen Klänge, die uns von dort erreichen. Aber der Flamenco ist ein solcher musikalischer Urknall, dessen Inhalt sich über alle harmonischen und rhythmischen Besonderheiten hinweg allen sensiblen Zuhörern mitteilt. Und davon ist in diesem Film ausreichend Gelegenheit.
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