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Auch noch gesehen |
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Ein Mann sieht Rosa Es hat schon eine ganze Reihe amüsanter und weniger amüsanter Filme aus der Schwulen- und Lesben-Ecke gegeben und nahezu alle bezogen ihre Attraktion für das „normale“ Kino-Publikum daraus, den sogenannten „Anderen“ einmal durchs Schlüsselloch schauen zu dürfen. Einen ganz anderen „Dreh“ hat sich nun der französische Regisseur und Drehbuchautor Francis Veber ausgedacht. Um einer drohenden Kündigung aus dem Wege zu gehen, lässt er den Buchhalter einer Kondom-Fabrik sich als Schwulen outen weil er davon ausgeht, dass es sich sein Chef nicht leisten kann, als Homosexuellen-Gegner zu gelten. Aber das Leben als Betriebs-Homo will auch gelernt sein. Besonders dann wenn selbst der kernige Trainer der betriebseigenen Rugby-Mannschaft plötzlich wärmstes Interesse für seinen neuerkannten Gesinnungsbruder zeigt. Eine hervorragende Besetzung mit Daniel Auteiul, Jean Rochefort und Gerard Depardieu machen aus „Ein Mann sieht Rosa“ pures Kino-Vergnügen. Reise nach Kandahar Ich denke, viele TV-Zuseher werden die mit versteckter Kamera gedrehten Bilder noch gegenwärtig haben, die die widerwärtigen Meuchelmorde der sogenannten Gotteskrieger der Taliban an wehrlosen Frauen im Fußball-Stadion von Kabul zum Inhalt hatten. In dieses Land kehrt die afghanische Journalistin Nafas aus ihrem kanadischen Exil freiwillig zurück, um ihrer verzweifelten und suizid-gefährdeten Schwester beizustehen. Eine höchst gefährliche Reise in ein Land, in dem religiöser Fundamentalismus einmal mehr unter Beweis stellt, dass er zu den schlimmsten Geißeln der Menschheit zählt. Eine halbdokumentarischer Film des iranischen Regisseurs Mohsen Makhmalbaf.
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