|
Auch noch gesehen |
||
|
Momo Das kleine Mädchen Momo im Kampf gegen die Diebe der Zeit, die Grauen Herren. Hübscher Zeichentrickfilm in deutsch-italienischer Co-Produktion mit leichtem pädagogischen Anspruch. Feuer, Eis und Dosenbier Seichtes Vergnügen auf der derzeit Erfolg versprechenden Blödel-Welle im teutonischen Film-Business. Ruhrgebiet-Zivis desertieren ins österreichische Skiparadies Ischgl weil ihnen wegen Faulheit der Dienst an der Waffe droht. Dort begegnen sie den Plänen des amerikanischen Industrie-Moguls Tronald Dump – das ist nicht der von „Hump“ und „Dump“ – und dessen Methoden bei der Durchsetzung seines Ziels, einen Berg bei Ischgl zu sprengen und dort einen Plastik-Fun-Park zu errichten. Alpen-Öhi (Herbert Fux) und die schöne Heidi (Eva Habermann) sind naturgemäß dagegen. Ob die Zivis wenigstens hier ihren Mann stehen ? 666
– Traue keinem, mit dem du schläfst Faust und Mephisto nennt Autor und Regisseur Rainer Matsutani seine beiden Haupthelden. Wer seinen Film jetzt allerdings an den literarischen Qualitäten eines Johann Wolfgang von Goethe misst, wird nicht voll auf seine Kosten kommen. Inhalt ist, dass Mephisto dem geborenen Verlierer Faust einen Pakt anbietet, durch den seine große Liebe Jennifer wieder ins gemeinsame Bettchen zurück finden soll. Der Preis ist allerdings Faustens Seele. Mephistos Trickkiste lässt sich zunächst auch ganz ordentlich an bis... ja, bis sich Mephisto selbst auf erotischen Wegen befindet, die das gemeinsame Projekt an den Rand des Scheiterns geraten lassen. Heaven Bejubelter Eröffnungsfilm der Berliner Filmfestspiele des deutschen Starregisseurs Tom Tykwer („Lola rennt..“) In Turin verübt die Englischlehrerin Philippa ein Bomben-Attentat, das einem Drogendealer gilt, der ihren Mann und einige ihrer Schüler auf dem Gewissen hat. Unglücklicherweise tötet sie damit auch vier Unschuldige und die Polizei beharrt wahrheitswidrig auf einem politischen statt persönlichen Motiv für den Anschlag. Einzige Ausnahme ist der junge Filippo, der Philippas Aussagen ins Italienische zu übersetzen hat und eigene, zunächst nicht durchsichtige Motive verfolgt weil er sich in Philippa, gespielt von Hollywood-Star Cate Blanxhett, verliebt hat... Sehenswerter Film mit guter schauspielerischer Besetzung . Collateral Damage Arnie Schwarzenegger macht wieder einmal Ramba-Zamba. Diesmal im kolumbianischen Dschungel, wo er mit Recht den Kopf der Attentäter vermutet, die seine Frau und seinen Sohn als unschuldige Opfer bei ihrem Anschlag auf das kolumbianische Konsulat in L.A. auf dem Gewissen haben. Regisseur Andrew Davis lässt Arnie überlebensgroß auf die Rache-Pauke hauen und belegt mit jeder Film-Minute deutlich, weshalb man sich an dieser Action-Mode satt gesehen hat und alle bekannten Anaboliker entweder rechtzeitig das Genre gewechselt haben oder in einer gnädigen Erinnerungs-Ecke verschwunden. Nur Arnie, der Naturstarke, hält noch die „Äiktschen“-Fackel hoch wie das olympische Feuer und erfreut sich und seine Fans mit Power und markigen Sprüchen. Wie meinte einst ein Journalist: „Arnold Schwarzenegger hat Muskeln an Stellen, wo Andere nicht mal Stellen haben !“. Für den, der´s mag, ist das das Höchste !!
|
||
Zurück zu Film der Woche Index
|