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Das Weisse Rauschen Ein Film des ehemaligen Vorarlberger Underground-Filmers Hans Weinberger in Regie-Koproduktion mit Tobias Amann und Matthias Schellenberger um die Drogenerfahrungen eines unbedarften Burschen vom Lande und die Folgen, die sich für ihn daraus ergeben. Wahnvorstellungen, Psychatrie und die versuchte Flucht aus alledem. Sommerliebe Dieser türkische Film nimmt sich der Problematik an, die darin besteht, dass auch türkische d.h. mohammedanische Mädchen Menschen mit Gefühlen und jugendlichem Übermut sind und manche sich nur schwer dem Diktat ihrer fundamentalistisch ausgerichteten Erziehung unterordnen können. Exemplarisch erzählt vom mutigen türkischen Regisseur Baris Pirhasan am Beispiel der jungen Esma. Freche Biester Rache soll bekanntlich süß sein. Aber bis es soweit kommt, ist für Starla, den amerikanischen Modell-Teenager mit sehr klarem Karriere-Ziel, noch ein weiter Weg, der sie sogar bis in einen harten Frauen-Knast führt. Schuld daran ist eine scheinbar harmlose Austausch-Studentin aus Frankreich, der ob ihrer gespielten Naivität alle nur zu gern aus der Hand fressen. Nur: Genevieve, die Unschuld aus Paris, ist viel raffinierter als das Starla und ihr texanisches Umfeld wahr haben will. Doch: Wer zuletzt lacht, lacht am besten. So auch hier. Wäre doch auch noch schöner wenn in einer amerikanischen Teenager-Komödie die französische Intrigantin über das treuherzige texanische College-Girl triumphieren würde. From Hell Der monatliche Johnny Depp-Film. Diesmal kommt er uns als Inspektor Fred Abberline, der Licht ins Dunkel um die Mädchenmorde des legendären Serienmörders Jack the Ripper bringen möchte. Die Regisseure Albert und Allan Hughes werben mit dem Slogan, dass ihr Film dem Zuseher Einblick in die Psyche eines gefährlichen Serienkiller gewährt. Wenn das nicht ein wenig hoch gegriffen ist. Amadeus 1984 überraschte der aus Prag gebürtige Regisseur Milos Forman ein weltweit fasziniertes Publikum und die amerikanischen Film-Akademie, die den OSCAR vergibt, mit seiner originellen Mozart-Biographie „Amadeus“, in der der Schauspieler Tom Hulce offenbar die Rolle seines Lebens spielte, denn seither hat man wenig Aufregendes wieder von ihm gehört. Am 18. Februar ist Forman nun 70 Jahre alt geworden und dieses Datum wurde mangels neuerer Ergebnisse von ihm zum Anlass genommen, um den sogenannten Director´s Cut, also die vom Regisseur legitimierte Schnittfassung von „Amadeus“ in die Kinos zu bringen. Was den Verdacht nahe legt, dass damals – 1984 – offenbar der Einfluss der Produzenten auf die Premieren-Fassung stärker war als der des Regisseurs. Neben der Überprüfung durch den kundigen Filmfreund, welche der Endfassungen denn nun die bessere sei, ist es ein freudiges Ereignis, diesem Meisterwerk mit Tom Hulce und Murray F. Abraham als Mozarts Intimfeind Salieri erneut im Kino zu begegnen.
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