Auch noch gesehen

Spider-Man

 

Was eine Spinne nicht alles bewerkstelligen kann. Dazu muss  allerdings genetisch mutiert sein und einen ungeschickten, kurzsichtigen jungen Mann beißen, der auf diese Weise zu einem Superman wird, der plötzlich über eine Vielzahl von außergewöhnlichen Fähigkeiten und unglaubliche Kräfte verfügt.

Regisseur Sam Raimi hat nach dem gleichnamigen, amerikanischen Kult-Comic einen recht action-lastigen Film gesponnen, der harmlosen Unterhaltungswünschen gerecht wird.

 

Nachts im Park

 

....dort lebt der abgesehene Herz-Spengler Dr. Hennings seine Voyeurs-Gelüste aus und späht bei seiner Kollegin Dr. Lumis in die gute Stube. Aber es kann der schüchternste Spanner nicht in Frieden leben wenn es dem bösen Frauenmörder nicht gefällt. Ein solcher geht nämlich nächtens im gleichen Park seiner liebgewordenen Tätigkeit nach und die Polizei hält den harmlosen Hennings für den Killer. Während eines Verhörs in der Wachstube nimmt der Beschuldigte plötzlich den beigezogenen Psychologen als Geisel und flieht mit ihm.

Aber keine Sorge ! Das End ist auch in diesem deutschen Action-Versuch happy, nur leider erst nach vielen, langen Kino-Minuten.

 

Montecristo

 

Die mittlerweile zehnte Film-Auflage nach Alexandre Dumas Roman-Klassiker um einen armen, jungen, unschuldig in Kerker-Haft darbenden Analphabeten, der durch die Hilfe eines mitgefangenen Priesters aus dem Verlies ausbricht und alsbald auf der Insel Monte Cristo zu unverhofftem Reichtum gelangt, der ihn in die Lage versetzt, sich für die erduldete Schmach an seinen Peinigern zu rächen.

Von „Robin Hood“-Regisseur Kevin Reynolds neu in Szene gesetztes Degen-Gefuchtel mit Jim Caviezel und Richard Harris.

 

All the Queen´s Men

 

Versuch einer Spionage-Komödie um eine Chiffrier-Maschine, mit der in Nazi-Deutschland Nachrichten verschlüsselt wurden. Vom österreichischen Regisseur Stephan Ruzowitzky mit ansprechender Besetzung und sichtlicher Freude an dieser Fummel-Klamotte inszeniert.

 

Tanguy – Der Nesthocker

 

Französische Komödie der Extra-Klasse um einen jungen Mann, der sich stoisch an das in seiner frühesten Jugend von seiner Mutter abgegebene Versprechen hält, lebenslang bei den Eltern wohnhaft bleiben zu können. Auch als diese zu den abenteuerlichsten Mitteln greifen, um den Sprössling endlich aus der elterlichen Bleibe zu scheuchen, bleibt der in fernöstlicher Gelassenheit studierte Nachwuchs ungerührt.

Wer nach all den platten Teenie-Kasperliaden und witzlosen Grimassierereien die Aussicht auf echte Kino-Komödien noch nicht aufgegeben hat, wird bei „Tanguy – Der Nesthocker“ für seine Ausdauer reichlich belohnt.

 

 

 

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