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Woche 39/2002 Profikiller-Saga
diesmal nicht aus der New Yorker Bronx oder aus Chicago sondern aus
Hongkong. Verbrämt mit psychologischen Versatzstücken wird hier ein
tiefschwarzer Mordcocktail von den Regisseuren Johnnie To und Wai Ka Fai
zubereitet. VÄTER Der
aus der Schweiz stammende Regisseur Dani Levy erzählt in „Väter“ die
Geschichte eines jungen Familienvaters in Beziehungs- und
Scheidungswirren. Vater
Marco, kann den Verlust seines innigst geliebten Söhnchens, nach dem
Auszug seiner Frau Melanie, nicht verkraften und gerät in Gefahr, durch
unbedachte Handlungen sich und sein Leben zu ruinieren. Ein sehr dichter
und berührender Film des Schweizer Regisseurs. BIBI
BLOCKSBERG Kinderfilm
um Bibi, die kleine Hexe. Nach großen hexerischen Glanzleistungen soll
Bibi die Kristallkugel, eine Art zauberischer Verdienstorden, verliehen
werden. Aber auch auf dem Blocksberg herrschen Neid und Missgunst wie im
richtigen Leben und daher wird der kleinen Bibi diese Ehre von der bösen
Rabia nicht gegönnt. Wie´s schließlich für Bibi ausgeht soll hier
nicht verraten werden aber es ist ja ein Film für unsere jüngeren
Filmfreunde und daher wird wahrscheinlich das Gute siegen. Soviel kann man
schon mal annehmen. DAS
SEXTE SEMESTER „Some
like it hot“ im Uni-Campus und das gleich im Dreierpack. Auf der Suche
nach einer preisgünstigen Unterkunft schlüpfen die Möchtegern-Machos
Dave, Adam und Doofer in Frauenkleider. Herausgekommen ist dabei eine
Verkleidungsklamotte, bei deren Beurteilung ich mich geniere, den genialen
Billy-Wilder-Klassiker mit Jack Lemmon und Tony Curtis in diesem
Zusammenhang überhaupt erwähnt zu haben. DIE
BOURNE IDENTITY Viel
heiße Luft. Die lebende Wasserleiche Matt Damon leidet an Gedächtnisschwund
und trifft am Anfang von endlosen zwei Filmstunden auf Franka Potente, der
man einen besseren Hollywood-Start gewünscht hätte. Gemeinsam rennen,
fliegen und fahren sie ständig vor irgendwelchen Mordbuben davon und man
fragt sich, welch ein Interesse ausgefuchste Killer an diesen beiden
harmlosen Milchgesichtern haben können. Aber keine Sorge ! Der Regisseur
weiß es offensichtlich auch nicht und auf eine schlüssige Erklärung für
den blei-schwangeren Leerlauf wartet man vergebens. In San Francisco haben
viele Passagiere das Ende nicht abgewartet. Ich leider schon ! MORO
NO BRASIL Welch
ein Glück, dass es in dieser Woche auch einen solchen Film gibt. Mika
Kaurismäki, ein Mitglied der berühmten finnischen Filmer-Dynastie, hat
sich nach Brasilien begeben und daselbst 4000 Kilometer zurück gelegt, um
ähnlich viele Film-Kilometer mit allen Stilarten brasilianischer Musik
und deren Musikanten zu bespielen. Ein faszinierendes Kaleidoskop jenseits
von Samba und Bossa Nova.
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