BLOOD WORK

 

In San Francisco in den Loewe-Kino-Palast zu gehen ist eine Freude und ein Erlebnis. Hier findet man jede Art von Restaurants. Vom italienischen Pizza-Bäcker zum japanischen Sushi-Patissier bis zum wildwest-amerikanischen Monster-Steak-Griller sind es nur wenige Schritte. Dazwischen Shops mit allerlei unnützem Klimbim aber hübsch zum Anschauen.

Im dritten Stock befinden sich die Kinos und in einem dieser Kinos ist auf Breitwand und Dolby Surround der alte Haudegen Clint Eastwood zu sehen und zu hören. „Blood Works“ so sein neuester Streifen, in dem er die Hauptrolle spielt und gleichzeitig Regie führt.

Terry McCaleb, einst ein höchst erfolgreicher FBI-Ermittler, ein Star der Presse und des Fernsehens, nimmt Abschied von seinem Job als Detektiv und zieht sich auf sein Wohnboot zurück. In seiner Brust schlägt ein transplantiertes Herz und er sieht sich mit dieser gesundheitlichen Einschränkung den Anforderungen seines Berufs nicht mehr gewachsen.

Eines Tages steht jedoch eine ihm unbekannte Frau auf seinem Boot und überreicht ihm das Foto einer Mutter mit ihrem ca. 8-jährigen Sohn. Eine Idylle. Diese attraktive Hispano-Amerikanerin, erfährt er von der Schwester des Opfers, sei ermordet worden und alle Anzeichen sprechen dafür, dass das Herz dieser Frau nunmehr in seiner Brust schlägt. Alles was sie von ihm wolle, sei, dass er sich des ungeklärten Mordfalles annimmt, den die etwas oberflächlich agierenden Ermittler der Kriminalpolizei von Los Angeles nicht lösen konnten, um den Mörder seiner gerechten Strafe zuzuführen.

Schließlich habe der grausame Tod dieser Frau ihm das ersehnte Spender-Herz beschert.

Es ist selbstverständlich, dass der mit alle Wassern gewaschene einstige FBI-Star-Ermittler McCaleb seine Tricks nicht verlernt hat. Gegen die strikten Verbote seiner Ärztin, gegen den Widerstand seiner einstigen Kollegen und unter Herzbeschwerden fügt McCaleb ein Steinchen an das andere bis aus den Bruchstücken ein Ganzes wird.

Ein ebenso überraschendes wie doch sehr konstruiertes Ergebnis seiner Nachforschungen führt schließlich zum Übeltäter und dass es dabei nicht zu einer Verhaftung mit nachfolgendem Gerichtsurteil mit Entzug der bürgerlichen Ehrenrechte kommt, dafür sorgt der gelernte Wildwest-Held Eastwood schon eigenhändig in einem blutigen Showdown.

„Blood Works“, ein wirklich glänzend gemachter Krimi mit herrlichen Schauspielern an Clints Seite wie die großartige Tina Lifford als Detektiv-Kollegin oder Anjelica Houston als McCaleb´s resolute Ärztin.

Ich kann ihn allen Freunden handgemachten Kinos nur mit Nachdruck empfehlen.

 

 

 

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