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COYOTE UGLY "Alles was Männern Spaß macht!" So hieß die von Hugh Hefner ausgegebene Parole für die Leser des Playboy-Magazins. Ob dieses Motto noch immer so lautet, weiß ich nicht. Muß ich auch nicht wissen, denn mittlerweile scheint dieser Wahlspruch der des Filmproduzenten Jerry Bruckheimer zu sein und dessen Filme schau ich mir deshalb an, um Sie, liebe Trailer-Freunde darüber informieren zu können. Also: Jerry Bruckheimer und sein Motto. In TOP GUN ließ er Hollywoods smartesten Tommy mit Überschall-Geschwindigkeit durch den Äther cruisen, in "Nur noch 60 Sekunden" lässt er Nicholas Cage 50 chromglitzernde Luxuskarossen stehlen und nun lässt er die Puppen tanzen. COYOTE UGLY nennt er sein neuestes Filmprodukt und darin geht es um eine Girl-Group, die in der New Yorker In-Bar mit Namen COYOTE UGLY die Männer heiß macht, um sie mit coolen Getränken wieder ab zu turnen. Darum rankt sich noch die bittersüße Liebesgeschichte von Girlie Violet, die unbedingt eine weltberühmte singer/songwriterin werden möchte. Weil sie aber überall nur bis zum Vorzimmer-Personal durchdringt, jobbt sie schließlich auch im COYOTE, lernt dort ihre angeborene Schüchternheit zu überwinden und ihr Lampenfieber zu besiegen, um schließlich im abgedunkelten Saal bei einem Talente-Wettbewerb ihrem Ziel doch noch ganz schön nahe zu kommen. Wie gesagt, die Geschichte von Violet, dem schüchternen Gänseblümchem aus New Jersey, das in der Coyote Bar landet, um zu Geld zu kommen und ihren Traum vom Bühnen-Ruhm als Sängerin und Songschreiberin schließlich doch noch verwirklichen zu können, diese Story gibt nur den Rahmen für eine Hitparade von gut gebauten Girlies ab, an deren Spitze unange- fochten Super-Model Tyra Banks steht. Sie wissen, das ist die Kakaobraune, die sich noch vor kurzer Zeit auf unseren Reklametafeln in Bademoden von H&M räkelte. Wie gesagt: "Alles was Männern Spaß macht !" Dieser Wahlspruch steht auch in Riesenlettern über dieser Produktion von Jerry Bruckheimer und wieder einmal scheint er sein Ziel erreicht zu haben. Nur: Die Bezeichnung FILM ist für mich immer noch mehr als 90 Minuten belichtetes Material. In Filmen, die nach meinem Dafürhalten diesen Titel verdienen, möchte ich vergessen können, dass die Menschen und die Geschichten, die ich auf der Leinwand sehe eben nur FILM sind und erst wieder aus meinen Träumen erwachen wenn im Kinosaal das Licht angeht. Zu dieser Kategorie zählt COYOTE UGLY sicher nicht.
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