Der Herr der Ringe

 

Weihnachten steht vor der Tür und als Geschenk an alle Tolkien-Fans legt das Christkind nun endlich den ersten Teil der „Herr der Ringe“-Trilogie unter den Tannenbaum. Dafür, dass die Premiere just um die sogenannten stillen Tage des Jahres, also zur besten Kino-Zeit, und nach „Harry Potter“, dem gefährlichsten Mitbewerber um die Krone des erfolgreichsten Films aller Zeiten, stattfindet, haben die PR-Profis der Verleihfirma sich ja auch einiges einfallen lassen. Was die geschickte Platzierung von immer neuen Details zu den Dreharbeiten und die Häufung von Sensationsmeldungen was das Rekord-Budget von 300 Millionen Euro und die wahrhaft erlesene Besetzung anlangt, liegt „Der Herr der Ringe“ Teil 1 bereits jetzt schon vor „Harry Potter“. „Hotter than Potter“ soll denn auch die englische Presse in Balken getitelt haben und die Zählung der prominenten Besucher bei der Londoner Premiere sieht Tolkien ebenfalls vor Rowling. Seit gestern hat sich nun also auch bei uns der Vorhang vor dem üppigen Meisterwerk gehoben und ich darf Ihnen versichern: Das Warten hat sich gelohnt und es wird sich wohl auch weiterhin lohnen müssen denn wenn man den Meldungen der Premieren-Kinos glauben darf, die einen nie da gewesenen Run auf Karten vermelden, müssen sich Spätentschlossene wohl noch einige Tage in Geduld üben.

Soviel vorab: Regisseur Peter Jackson ist alles in allem ein spektakuläres Meisterwerk geglückt. Sowohl was die Dramatisierung der Tolkienschen Vorlage anlangt, die er mit einer ganzen Anzahl von Co-Autoren zum Drehbuch komprimiert hat, als auch in Hinsicht auf die bildliche Umsetzung, die einen dank einer atemberaubenden Kameraführung und einer überraschenden Tricktechnik immer wieder aufs neue in einen überwältigenden Bilderrausch saugt. Der ganze Zauber, den die Geschichte vorgibt, die Welt der Mittelerde mit ihren Bewohnern, den Hobbits, Elfen, Orks, Trolls, Zwergen und Menschen könnte nicht überzeugender in Bilder umgesetzt worden sein als dies in der Zusammenarbeit von Regisseur Jackson und seinem Team, allen voran Kameramann Andrew Lesnie, geglückt ist.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Frodo Beutlin, aus dem Völkchen der Hobbits, der von seinem Onkel einen Ring geerbt hat, dem eine geheimnisvolle Kraft innewohnt. Es ist der RING DER RINGE, der seinem Besitzer absolute Macht und uneingeschränkte Herrschaft verleiht. Damit dieser Ring nun nicht in die Hände des Verderbens, sprich: in die Hände von Sauron, dem bösen Herrn von Mordor, gerät, versucht Frodo ihn mit Hilfe seiner Gefährten, einer Schar von Menschen, Hobbits, einem Zauberer, einem Zwerg usw. mitten durch Feindesland zu transportieren, um ihn schließlich in die Tiefen des feurigen Bergs zu werfen und für immer unschädlich zu machen. In unserem kurzen Ausschnitt erhält Frodo den Auftrag, den Ring in Sicherheit zu bringen......

Aus einer riesigen Besetzung ragen die kantigen Profile einiger englischer Film- und Bühnen-Heroen heraus, deren suggestiver Kraft man sich kaum entziehen kann. Ian Holm ist da ebenso zu nennen wie Ian McKellen, der unverwüstliche Dracula-Darsteller Christopher Lee, Sean Bean, Harry Sinclair, John Rhys-Davies und die Damen Cate Blanchett sowie die junge Liv Tyler, Tochter des Aerosmith-Frontmannes Steven Tyler. Den Frodo  spielt der junge Elijah Wood und er steht seinem Konkurrenten, dem Harry Potter-Darsteller Daniel Radcliffe in nichts nach, was ebenfalls durchaus für das gesamte Ring-Unternehmen spricht.

Trailer-Wertung: Dieser Film ist durchaus den Preis wert, den Sie an der Kinokasse entrichten.

 

 

 

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