DER WEG NACHEL DORADO Es herbstelt und damit ist die Zeit gekommen, in der man mit den lieben Kleinen dann und wann einmal ins Kino geht. Darum wissen natürlich auch die Produktionen und stellen sich entsprechend darauf ein. In diesem speziellen Fall ist es die Produktion DREAM WORKS, die uns mit einer animierten Geschichte erfreut, deren Väter erlesene Namen in dieser Branche haben. Doch davon später. DER WEG NACH EL DORADO, so heißt das erlesene Kunststückchen, handelt von zwei kleinen spanischen Gaunern, Tulio und Miguel, die sich u.a. mit Trickbetrügereien über Wasser halten. Durch einen Beschiss beim Würfeln sind sie zufällig in den Besitz einer Landkarte geraten, der ihnen den Weg zur legendären Stadt Gold-Stadt EL DORADO weist. Der Betrug kommt ans Tageslicht und die beiden landen als Sträflinge auf einem Schiff der Flotte des Eroberers Cortez, der allerdings seinerseits die Goldene Stadt sucht. Nach einer atemberaubenden Flucht in einer Nussschale von Ruderboot, in das sie auch noch das intelligente Pferd Altivo mitgenommen haben, landen sie auf einer tropischen Insel, die – der Zufall und das Drehbuch wollen es so – dem Plan auf der listreich erbeuteten Landkarte gleicht. Doch damit fängt das große Abenteuer erst richtig an. Sie machen die Bekanntschaft der schönen Chel, geraten in die Fänge des hinterhältigen Hohepriesters Tzekel-Kann und als Tulio und Miguel endlich im Besitz des ersehnten Goldes sind, ergeben sich logistische Probleme mit dem Abtransport und die wahre Qualität ihrer Freundschaft muß sich auch erst noch bewähren.... Wie gesagt, die Väter dieses Trick-Abenteuers sind absolute Asse ihres Metiers. Regisseur Don Paul war bereits an den Disney-Produktionen ARIELLE und POCAHAUNTAS maßgeblich beteiligt, bevor er den PRINZ VON ÄGYPTEN für Dream Works erarbeitete. Sein Co-Regisseur Eric Bergeron kommt aus Paris und zu seinen bekanntesten Arbeiten zählt FEIVEL, DER MAUSWANDERER. In Kombination mit dem musikalischen Team, bestehend aus dem in Hollywood höchst erfolgreichen deutschen Komponisten Hans Zimmer und seinem englischen song-writer-Kollegen Elton John, der für seine Lieder zum KÖNIG DER LÖWEN mehrfach dekoriert wurde, sind höchst vergnügliche 90 Kino-Minuten entstanden, die in der Originalfassung noch zusätzlichen Adel dadurch erfahren, dass Tulio von keinem Geringeren als Kevin Kline und Miguel vom Shakespeare-Helden Kenneth Brannagh gesprochen wird. Mit solchen Kapazundern können die deutschen Sprecher Arne Elsholtz und Stefan Gossler wohl kaum mithalten. Dennoch: Dem Vergnügen tut das keinen wesentlichen Abbruch. DER WEG NACH EL DORADO ist ein echtes Vergnügen für alle Filmfreunde über 5 Jahre.
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