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Final Destination Wenn Du keine Angst hast, bist Du bereits tot. So steht es in roten Lettern auf dem Programmheft des Neuesten Gruselschockers FINAL DESTINATION, der den Filmfreunden in wenigen Tagen die Gänsehaut über den Rücken treiben soll. Und ich nehme einmal an, dass er für sein Vorhaben nicht mal schlechte Chancen hat. Die Zutaten für den Ausgang der Handlung, die Drehbuchautor Glen Morgan und Regisseur James Wong zusammen gerührt haben, sind nicht zu weit hergeholt. Daher sind sie durchaus nachvollziehbar und das wiederum lässt in uns Zusehern die Ahnung wach werden, dass ein solches Schicksal uns alle treffen könnte. Apropos AHNUNG: Damit nimmt die Katastrophe schließlich ihren verhängnisvollen Verlauf. Den Schüler Alex Browning erwarten scheinbar unbeschwerte Tage in Frankreich. Mit seinen Mitschülern und zwei Lehrern darf er von New York nach Paris fliegen. Aber kurz vor dem Flug über den Atlantik steigen seltsame Bilder in Alex auf, die ihn vor diesem Ausflug warnen. Als sich dann noch am New Yorker Kennedy-Airport eine Reihe von scheinbaren Zufälligkeiten häufen, die der sensible Alex auf sich und den bevorstehenden Flug bezieht, befällt ihn die nackte Angst. In seiner Phantasie sieht er die Maschine abstürzen und in Flammen aufgehen. Panisch stürmt er aus der abflugbereiten Maschine und zieht sechs Personen mit sich. Unter anderen seinen besten Freund und eine Lehrerin. Gerade als sie Alex Vorwürfe wegen der entgangenen Ausflugsfreude zu machen beginnen, werden sie Zeugen wie das Flugzeug kurz nach dem Start explodiert... Aber damit noch nicht genug des Grauens denn hier beginnt der Horror erst wirklich. Gevatter Sensenmann liebt es offenbar nicht wenn man ihm Streiche spielt und wen er einmal in sein dunkles Reich holen will, den verfolgt er solange bis er ihn hat. Das muss Alex schmerzhaft erfahren als sein Freund alsbald in seiner Badewanne ausrutscht und sich dabei mit einer Wäscheleine stranguliert. Ab hier verläuft die Geschichte wie die der zehn kleinen Negerlein. Doch Alex versucht aus seinen Visionen Lehren zu ziehen und dem Sensenmann eine Nase zu drehen. Die Frage ist nur: Wie lange ??? FINAL DESTINATION ist zunächst einmal ein Gruselschocker in der SCREAM- und ICH WEISS WAS DU LETZTEN SOMMER GEMACHT HAST-Nachfolge. Besetzt mit jungen, teilweise unbekannten Darstellern und damit maßgeschneidert für ein junges Publikum. Doch der mit allen asiatischen Wassern gewaschene Regisseur James Wong versteht es duchaus, auch graue Haare zu Berge stehen zu lassen. Ob er dabei den Umstand berechnet hat, dass der Freund von Alex auf deutsch ausgerechnet den Namen dessen trägt, dem er zu entgehen trachtet nämlich Tod T-O-D und dass darüber hinaus der Darsteller des Leichenbestatters in diesem Film Tony Todd heißt also TODD diesmal mit doppeltem D wage ich einmal zu bezweifeln weil Jimmy Wong die deutschsprachige Version wahrscheinlich nicht einmal kennt. Aber für einen Film, der mit der Fiktion der Manipulierbarkeit des Lebensendes spekuliert, ist es allemal ein netter Zufall.
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