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Frequency Stellen Sie sich einmal vor, Sie hätten die Möglichkeit, Ihr Leben oder Teile davon nochmals zu erleben. Welche Veränderungen würden sich daraus ergeben. Dumme Frage, meinen Sie ? Sie mögen recht haben, denn als logisch denkender Zeitgenosse wissen Sie natürlich, dass dann auch die Konsequenzen aus der veränderten Sachlage wiederum nicht absehbar wären. Genau das ist aber der Punkt, an dem solche Filme logisch scheitern. Auch der vorliegende hat darin seinen Pferdefuss, ist ansonsten aber einer von der sehenswerten Sorte. Er heißt FREQUENCY, FREQUENZ auf gut deutsch. Und das hat einen guten Grund. Der New Yorker Detective John Sullivan dargestellt von James Caviezel findet im Schrank, der die Vermächtnisse seines 1969 bei einem Großbrand ums Leben gekommenen Vaters, eines Feuerwehrmannes, enthält, ein Funkgerät, das seinen Dad, einen begeisterten Funkamateur einst mit der Welt verbunden hatte. Als er die Kiste anwirft, traut er seinen Ohren nicht. Er hat Kontakt mit seinem Vater aufgenommen, obwohl der doch bereits seit 30 Jahren nicht mehr unter den Lebenden weilt. Frank Sullivan gespielt von Dennis Quaid verwickelt seinen Sohn John zunächst in eine Unterhaltung über Baseball-Ergebnisse des Jahres 1969, um schließlich mit der Wahrheit herauszurücken. Und Sohnemann revanchiert sich mit Kenntnissen, die er nur haben kann weil er im Jahre 1999 lebt. Damit beginnt eine wahrhaft unglaubliche und überaus spannende Geschichte. Das Gespräch mit Papa findet nämlich durch den Zeitsprung rückwärts zwei Tage vor dessen zu erwarten-den Ableben statt. Gelingt es John, seinen Vater vor der todbringenden Feuersbrunst zu bewahren ? Und welche Konsequenzen werden sich daraus ergeben ? Und weiter: Gelingt es Beiden mit vereinten Anstrengungen, den sogenannten Nightingale-Mörder zu fassen, bevor der die Ehefrau von Frank und Mutter von John umbringt. Denn auch darauf sind die Beiden bei ihren Recherchen gekommen, dass Julia die Frau und Mutter seinerzeit nicht, wie angenommen eines natürlichen Todes gestorben ist sondern diesem Serienkiller zum Opfer gefallen sein muss.. Ich kann Ihnen hier nur den entsprechenden Gusto auf FREQUENCY von Regisseur Gregory Hoblit und Drehbuchautor Toby Emmerich machen. Die hervorragenden Darsteller Dennis Quaid, James Caviezel und Elizabeth Mitchell als Julia nicht zu vergessen. Jede weitere Schilderung der Handlung wäre Ihnen als potentiellem Kinogeher bzw. geherin gegenüber unfair weil sie die Spannung nähme und außerdem gebe ich zu, dass der Faden durchs Zeit- und Krimi-Geschehen so verschlungen ist, dass ich mich lieber auf das zuerst genannte Argument zurückziehe und Sie Ihrem gänsehäutigen Schicksal im dunklen Kinosaal überlasse. Nicht ohne glaubhaft zu versichern, dass ich ganz ohne Zeitsprung demnächst wieder im Netz auftauche, um Ihnen in altgewohnter TRAILER-Manier vor dem Gang ins Kino mit Rat und Tat zur Seite stehe.
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