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K-PAX K-Pax
heißt der Film dieser 42. Woche des Jahres und nun werden Sie, sehr
geehrte Filmfreunde, fragen, was sich hinter diesem Kürzel verbirgt. Nun,
solche Abkürzungen legen, ähnlich wie bei R2D2 oder E.T., den Verdacht
nahe, dass es sich dabei um außerirdische Phänomene handelt, die wir
irdischen Wesen damit dingfest und erklärbar machen möchten. Es ist
schließlich auch im 21. Jahrhundert nicht viel anders als bei den alten Höhlenmalereien:
Nur wofür man eine Bezeichnung hat, darüber kann man auch sprechen. Das
heißt natürlich im Umkehrschluss, dass Phänomene, für die in unserer
Sprache keine Begriffe existieren, weder erlebbar noch definierbar sind.
Und damit sind wir schon mitten in der Themenstellung dieses Films und das
natürlich nicht so theoretisch sondern ganz konkret. Prot
nennt sich nämlich der Patient eines New Yorker Psychiaters, der
behauptet aus einem von unserer Mutter Erde weit entfernten Planeten zu
stammen, eben von K-Pax, einem Stern, der unserer Zivilisation angeblich
weit voraus sein soll. Was
immer das im Einzelnen auch heißen mag. „Einer jener Spinner, die
flie-gende Untertassen sehen!“ denkt sich Mark Powell, der Seelendoktor.
Aber kaum hat er dieses vorschnelle Urteil gefällt, verwirft er es auch
schon wieder denn sein Patient Prot verfügt schließlich über Fähigkeiten,
die selbst einen studierten Psychologen in Erstaunen setzen. Der
großartige Kevin Spacey ist von Regisseur Ian Softley mit Sicherheit
nicht wegen der Anklänge seines Nachnamens an weite außerirdische Räume
engagiert worden. Aber dafür, dass er ihn mit dieser Rolle besetzt hat,
dafür gebührt ihm Anerkennung. Spacey brilliert, soweit ihm das vom
Drehbuch her gestattet wird, in dieser nicht gewöhnlichen Rolle und dabei
stört es auch nicht, dass er vielleicht da und dort ein wenig zuviel des
Guten tut bzw. tun muss. Ihm gegenüber erlebt man Jeff Bridges in der
Rolle des Psychiaters Mark Powell und es ist eine wahre Freude mit
anzusehen wie sich diese beiden Profis die Bälle zuwerfen. Mit
gewissen Einschränkungen gegen Ende ist „K-Pax“ ein Film, der jener
Dutzendware mühsam herunter gekurbelter Schinken mit galaktischem
Hintergrund, durch eine durchdachte Grundidee, ein weithin intelligentes
Drehbuch und die gute darstellerische Leistung seiner Protagonisten weit
überlegen ist.
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