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RED DRAGON Es
ist schon etwas beklemmend. Gerade zu dieser Zeit, in der rund um
Washington die umfassendste Jagd nach einem Serienkiller gestartet wurde,
die die USA seit dem sogenannten UNA-Bomber erlebt hatte, läuft in den
besten amerikanischen Premierenkinos RED DRAGON, der ROTE DRACHE an. Die
zweite Folge der Hannibal Lecter-Trilogie. Auch darin geht es um einen
scheinbar wahllos tötenden Psychopathen, der ganze Familien ausrottet und
sich zudem durch eine Spiegel-Psychose auszeichnet. Wo immer er sein
blutiges Werk verrichtet, liegen danach nicht nur die Menschen im Blut
sondern auch die Spiegel in Scherben. Will
Graham ist ein ehemaliger Profilfahnder, der sich nach einem für ihn
beinahe tödlich endenden Zusammentreffen mit dem irren Psychiater Dr.
Hannibal Lecter auf dem Land zur
Ruhe gesetzt hat und von seinem früheren Job nichts mehr wissen will. Nur
äußerst widerwillig und
gegen die eindring-lichen Bitten seiner Frau lässt er sich dazu bewegen,
seine besonderen Fähigkeiten im Aufspüren von Serienkillern noch ein
einziges Mal einzubringen. Aber im genannten Fall scheint auch er mit
seinem Latein am Ende. Nur Hannibal Lecter, in dessen Hirn Genie und
Wahnsinn eine unverbrüchliche Verbindung eingegangen sind, kann da möglicherweise
weiter helfen. Der sitzt allerdings seit dem Mordanschlag auf ihn, Will
Graham, den Spürhund, in strenger Einzelhaft, was ihn jedoch nicht daran
hindert, kraft seiner kriminellen Intelligenz auch nach außen seine Fäden
zu ziehen und wo immer die beiden Kommissare Will Graham und Jack Crawford
auftauchen, es ist wie beim Igel und den Hasen. Der verlängerte Arm des
Hannibal Lecter bzw. der wahnsinnige Serienmörder waren schon vor ihnen
dort. Regisseur
Brett Rattner, von dem man bisher eigentlich nur leichte Kost mit Jackie
Chan oder Nicholas Cage kannte, erweist sich im Erzeugen von Spannung
trotz seiner jungen Jahre als ein gerissener Meister seines Fachs. Wenn
man allerdings ein halbes Dutzend von Darstellern auf der Besetzungs-liste
hat, die Namen tragen wie Anthony Hopkins, Emily Watson, Harvey Keitel,
Ralp Fiennes sowie den großartigen Edward Norton in Rolle des Spürhundes
Will Graham dann braucht man sich als Regisseur um die darstellerische
Qualität des Films schon keine Sorgen mehr zu machen. Mehr
über diesen außergewöhnlichen Thriller zu verraten, wäre Sabotage an
der Spannung jener Kinofreunde, die gegen eine ordentliche Gänsehaut
nichts ein- zuwenden haben und ich kann versichern, dass sie in diesem
Thriller ausreichend davon bekommen werden.
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