The Mothman Prophecies – Tödliche Visionen

 

Filme der Kategorie „Thriller“ gibt es wie Sand am Meer. Gute Thriller sind Mangelware, exzellente Thriller die rare Ausnahme.

Der Science-Fiction-Thriller „The Mothman Prophecies – auf deutsch: „Tödliche Visionen“ - gehört teilweise zu den guten, bis zur Hälfte etwa sogar zu den exzellenten Thrillern.

Einmal wegen der besonderen Geschichte, die ihm zugrunde liegt, zum anderen deshalb weil Regisseur Mark Pellington sein gruseliges Handwerk versteht und perfekt einzusetzen weiß.

Ein rotäugiges Monster in der Form eines Riesenvogels schwirrt durch diesen Film. Zunächst als Zeichnung am Totenbett von Mary Klein, der Frau des „Washington Post“-Reporters John Klein.

Mary ist bei einem selbstverschuldeten Autounfall so schwer verletzt worden, dass sie kurz darauf verstirbt, ihr Mann ist jedoch unverletzt geblieben.

Völlig aus der bis zu diesem Zeitpunkt heilen und höchst erfolgreichen Bahn geworfen, fährt John Klein des Nachts mit seinem Wagen umher und landet plötzlich in einer fernen Kleinstadt, die er in der zurückgelegten Zeit niemals hätte erreichen können. Und hier in der Stadt mit dem hübschen Namen Point Pleasant, was auf deutsch, frei übersetzt, soviel wie „Ort zum Wohlfühlen“ heißt, berichtet ihm die Polizistin Connie Parker von etlichen Mitbürgern, die von einer Kreuzung aus Mensch und Riesenvogel mit leuchtend roten Augen, heimgesucht worden sein sollen.

John begibt sich fortan auf die Suche nach der Ursache dieses Spuks.....

Gibt es Dinge zwischen Himmel und Erde, die sich unserer Wahrnehmung entziehen weil unsere Sinne dafür nicht geschärft sind ?

Eine Frage, mit der sich schon große Dichter wie Calderon de la Barca oder herausragende Wissenschaftler wie der Wiener Philosoph und Mathematiker Ludwig Wittgenstein auseinander gesetzt haben. 

Hier wird dieses Problem in Form eines Thrillers angerissen und es wäre kein Film aus Hollywood, würde er nicht die für diesen speziellen Fall passende Lösung anbieten. Deshalb meinte ich zu Beginn, dass die „Tödlichen Visionen“ zu einem guten Teil in die Kategorie der exzellenten Thriller einzureihen sind. Nämlich bis zu dem Zeitpunkt, wo das scheinbar Unerklärliche ein recht menschliches Gesicht bekommt. Sie werden verstehen, das ich an dieser Stelle nicht mehr davon verrate.

Nur soviel, dass die – wie ich vermute - mehrheitlich weiblichen Fans von Richard Gere mit ihrem Star bangen können und dass die bei uns noch weitgehend unbekannte Schönheit Debra Messing – sie spielt Mary, die Ehefrau von Richard Gere alias John Klein – wohl ein besonderes Interesse bei den männlichen Besuchern finden wird.

“Tödliche Visionen”, ein Film, der eigentlich ein paar Monate zu früh in unsere Kinos kommt denn an heißen Sommertagen wäre eine Grusel-Gänsehaut sicher begrüßenswert und die ist auch dem abgebrühtesten Thriller-Fan absolut garantiert.

 

 

 

Zurück zu Film der Woche Index