Traffic

 

„Wer spielt neben Götz George sonst noch mit ?“ Dies war bis zu seinem Stimmungs-Kanonen-Auftritt bei „Wetten Dass ?“ die am häufigsten gestellte Frage im deutschen Film-Business.

„Wer spielt neben Michael Douglas sonst noch mit ?“  wird in Hollywood noch immer gefragt wenn es sich um erfolgsverdächtige und einträgliche Film-Projekte handelt. Neuerdings erkundigt man sich allerdings tunlichst auch gleich noch nach Douglas-Ehefrau Catherine Zeta-Jones. Im Film „Traffic“ haben sich die beiden nun mit einem Regisseur zusammenge-tan, an dem man im Hollywood dieser Tage auch nur schwer vorbeikommt: Steven Soderbergh. Bei der diesjährigen Oscar-Show  hat der ehemalige „Sex, Lügen und Videos“- Senkrechtstarter nicht nur mit seinem Julia-Roberts-Film ERIN BROCKOVICH abgeräumt, auch TRAFFIC wurde insgesamt fünfmal mit Gold bedacht.

Auch die begehrte Trophäe für die beste Regie hat sich Soderbergh in die Vitrine stellen können.

Daß es sich dabei nicht um das sogenannte Merryl Streep-Syndrom – also um die zwanghafte Zuspitzung auf eine bestimmte Person -  handelt, davon können sich  Filmfreunde jetzt selbst ein Bild machen.

TRAFFIC spielt im amerikanisch-mexikanischen Drogen-Milieu  und Michael Douglas spielt darin einen designierten Drogenbeauftragten der amerikanischen Regierung. Da es ihm nicht genügt, davon lediglich aus den Akten Kenntnis zu haben, stürzt er sich direkt ins Milieu. Und da macht er eine Entdeckung, die jeden Vater mitten ins Mark treffen würde. Auch

Sseine 18-jährige Tochter hängt an der Nadel...

TRAFFIC ist ein Film, der das Thema „Drogen“ von vielen seiner abschreckendsten Seiten zeigt, klug gemacht – nicht umsonst hat sich auch Drehbuchautor  Stephen Gaghan  einen OSCAR abgeholt – brillant  photographiert und von den Akteuren herausragend gespielt.

Allen voran der oscar-dekorierte Benicio del Toro als frustrierter mexikanischer Drogenfahnder. Aber auch der Rest der Besetzung erfüllt alle Erwartungen, die man an Namen wie z.B den von Dennis Quaid knüpft.

Neben der bitteren Komödie „Fear and Loathing in Las Vegas“ ist TRAFFIC der bislang beste Film, den ich im Zusammenhang mit dem Thema „Drogen“ kenne. Und dabei gebe ich gerne TRAFFIC den Vorzug.

 

 

 

 

 

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